Für Sebastian Kurz ist erst mal Schluss. Nach 525 Tagen im Amt ist er die Kanzlerschaft los. Doch schon im September folgt die nächste Chance zum Sprung an die Macht.

Der erst 32 Jahre alte Sebastian Kurz war in den vergangenen Jahren der große Star der Konservativen in Europa. Im Dezember 2017 eroberte er das österreichische Kanzleramt, nahm die extrem rechte FPÖ mit in die Koalition – und stürzt nun über eine Regierungskrise, die von eben jenen Freiheitlichen maßgeblich ausgelöst wurde. Ist es das Ende der politischen Karriere von Sebastian Kurz? Sicher nicht. Aber die steile Karriere hat nun eine tiefe Delle.

Kurz gab sich kämpferisch, nachdem der Nationalrat ihm am Montag das Vertrauen entzogen hatte. „Die Veränderung, die hier vor zwei Jahren begonnen hat, die wird mit dem heutigen Tag nicht enden“, sagte Kurz vor Anhängern in Wien.

Strache-Video wird auch Kurz zum Verhängnis

Doch das heimlich gefilmte Skandalvideo von 2017, in dem sein Ex-Vizekanzler Heinz Christian strache  über möglicherweise illegale Parteispenden spricht und einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte öffentliche Aufträge in Aussicht stellt, sollte sie der FPÖ zum Erfolg bei der Nationalratswahl 2017 verhelfen, wird nun auch dem höflichen 32-Jährigen zum Verhängnis.Kurz steht auch weiterhin eine jahrzehntelange Karriere in Österreichs Spitzenämtern bevor – es wird nur nicht so einfach, wie er vielleicht selbst lange dachte.

Mit diesen Themen beschäftigten wir uns in den letzten MOMO Stunden bei Fr. Kollmann.

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