Passauer Hauptbahnhof im Sommer 2015

Hallo ich bin  David aus der 8b. Ich habe Menschen am Bahnhof interviewt, die mit der Flüchtlingshilfe zu tun haben.
Dabei habe ich sowohl hauptamtlich wie ehrenamtlich Tätige befragt. Von der Stadt Passau sind mehrere Koordinatoren für die freiwilligen Helfer eingesetzt. Ich stelle meine Fragen Herrn Niedermeier.
Sein Aufgabenbereich besteht darin, Orientierungshilfe für die Helferinnen und Helfer zu geben, die Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen und zu koordinieren, dass immer ausreichend Ehrenamtliche da sind. Er beantwortet natürlich auch deren Fragen. „Wir von der Stadt verstehen uns als Ansprechpartner und Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Bundespolizei“, so Niedermeier.
Auf meine Frage, was sich in den letzten Wochen verändert hat, antwortet er, dass in letzter Zeit mehr Familien ankommen sind, nicht nur Männer wie im Sommer. Insgesamt ist die Zahl der Flüchtlinge gestiegen. Die Angestellten der Stadt, die mit der Koordination betraut sind, machen viele Überstunden – es sei auch nicht alles in der normalen Arbeitszeit zu schaffen. Auf meine Frage, ob Jugendliche vor Ort helfen können, antwortet Herr Niedermeier, dass im Zelt erst ab 18 Jahren geholfen werden darf. Er appelliert aber an die Jugendlichen sich für Integration einzusetzen und zu sehen, wo man vor Ort tätig werden kann.

Jürgen Müller ist von der Bundespolizei Deggendorf und wohnhaft bei Weiden in der Oberpfalz.
Er ist jeweils von Mittwoch bis Dienstag in Passau und hat anschließend drei bis vier Tage frei. Das ist schon belastend für das Familienleben.
Die Polizei nimmt die angekommenen Flüchtlinge in „Empfang“ und bringt sie zur Registrier-Station.
Auf die Frage nach Problemen meint Herr Müller, dass es keine gäbe, höchstens Herausforderungen, wenn z.B. zu viele Flüchtlinge auf einmal kommen und alle schnellstmöglich ins Warme sollen, aber alles könne man lösen. Er betont die Wichtigkeit und das Engagement der freiwilligen Helfer.

Nun befrage ich Eva, eine freiwillige Helferin. Diese haben viel zu tun, zum Beispiel Essen austeilen, Brote schmieren, Kleidung austeilen, Tee kochen und was sonst gerade ansteht. Ihr Ansporn zu helfen: „Meine Oma ist mit drei Kindern aus Schlesien geflüchtet – ich bin also selbst ein Kind von Flüchtlingen.“
Sie betont die gute Organisation der Polizei und ist beeindruckt von der Disziplin der Flüchtlinge.

Mohamed stellt sich zur Verfügung als Übersetzter und kommt halb aus Pakistan und halb aus Afghanistan. Er ist schon seit drei Jahren in Deutschland. Er ist auch Dolmetscher für die Polizei. Er hilft mit, da er selber Flüchtling war.