Spotlight AfD: Warum das Wahlergebnis wichtig, aber vielleicht gar nicht so dramatisch ist

Die Bundestagswahl 2017… Eins ist sicher: Das wird spannend.
Erstmal kurzes Recap: Angela Merkel ist wieder Kanzlermutti, was niemanden wirklich verwundert, die alten Riesen Union und SPD sind zwar noch immer die stärksten Parteien, aber haben rekordschlechte Ergebnisse erzielt und dann wäre da noch die AfD. Aus dem Blauen kam dieses Ergebnis für mich nicht, enttäuscht hat mich nur, dass die Rechtspopulisten tatsächlich solchen Zuspruch bekamen, gerade aus Bayern – und Passau. Vielleicht acht Prozent, das hätte ich verkraften können, aber gleich drittstärkste Kraft Deutschlands? Oha.
Zugegeben, ich habe ein Problem mit der AfD und ihre Wähler verstehe ich auch nicht.
Die meisten Stimmen kommen von Protestwählern, die mit der bisherigen Politik nicht mehr einverstanden waren, Erstwähler, einstig für Union bis hin zu den Linkspopulisten, die Partei, die bis zur AfD die meisten Protestwähler hatte. Tatsächlich gibt es viele Dinge, bei denen ich mehr oder weniger verstehe, dass viele Leute finden, die Regierung hätte das besser machen können: Rente, Bildung, ganz groß Flüchtlinge und Sicherheit… Und jetzt zeigt man seine Enttäuschung halt. Klar, nachvollziehbar, aber müssen es denn ausgerechnet die Rechten sein?
Mein Problem mit der AfD liegt zum Einen darin, dass ich ihre Ansichten nicht unterstütze. Austritt aus dem Euro? Wie kommt ihr denn darauf? Und „der Islam gehört nicht zu Deutschland“? Unglückliche Formulierung! Deutschlands Kultur ist nicht muslimisch geprägt, so viel ist Fakt, aber Fremdenfeindlichkeit und Hass ist definitiv zu reich-haltig für das Deutschland, in dem ich leben möchte. Generell mag ich kein aggressives Feinddenken oder kurz AfD.
Bisher hat sich die AfD leider nur durch starke, laute, aufmandelnde Medienpräsenz gezeigt, was schade ist. Dazu ein Zitat von AfD-Politiker Poggenburg: „Die AfD muss keinen Ausblick geben. Das ist das Privileg der Opposition.“
Aha. Also ich als Laie bewerte das jetzt so, dass ihr nur große Töne schwingt, aber sowieso nichts dahinter ist?
Das stört mich. Und gleichzeitig beruhigt es mich sehr, denn: Die AfD kann entweder noch etwas lernen oder schimpft nur ein wenig ohne wirklich etwas zu ändern. Haben die eigentlich eine eigene Meinung? Oder sind sie immer nur dagegen?
Ich denke, die Rechtspopulisten wurden einfach in den Medien zu sehr aufgebauscht, haben zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Und ich denke, sie sind nicht so schlimm, dass man wirklich Angst haben muss. Und ich bin mir fast sicher, bei der nächsten Wahl sind sie kaum mehr präsent, wenn denn die Regierung ihre Fehler verbessert, was ich ihr zutraue.
Also, ja, in Deutschland muss sich etwas ändern und das wird es auch. Ich verlange, dass das auf die feine, deutsche Art geschieht: Gemeinsam, gerecht und friedlich. Wie Angie sagen würde: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.
Und jetzt alle Fingerspitzen aneinander, aufrechter Stand und:
Wir schaffen das!

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