Ein Tag im Leben von „echten“ Journalistinnen

Wie kann man sich eine echte Pressekonferenz vorstellen? Entspricht alles den kurzen Ausschnitten, die wir aus dem Fernsehen kennen? Diese Fragen haben sich auch die eXpresso- Redakteurinnen Larissa, Clara und Anastasiia gestellt, als sie am 18.11.2022 nach Berlin fuhren. Schon seit einigen Jahren organisieren die ehrenamtlichen Arbeiter des Jugendmedienzentrums Deutschland e.V. den Jugendpressetag in Berlin, an dem junge Journalist*innen all ihre Fragen an den*die jeweiligen Minister*in stellen können.  

Als wir die Einladung erhalten haben, wollten wir uns diese Möglichkeit selbstverständlich nicht entgehen lassen. Somit reisten wir Mitte November ganz in der Früh nach Berlin und konnten nach einer fast sechsstündigen Fahrt mit dem ICE die Großstadt erblicken.  

Nach einer Anmeldung und einer Sicherheitskontrolle, vergleichbar mit der am Flughafen, lud der Vorsitzende des Jugendmedienzentrums Christian Kolb uns und 47 weitere Schüler*innen aus dem ganzen Land ein, uns nach dieser doch langen Reise zu stärken. Den leckeren Snacks konnte selbstverständlich keiner widerstehen.  

Völlig gespannt waren wir auf den ersten Punkt des Programms, dem modernen Zukunftsmuseum „Futurium“. Nicht umsonst, denn trotz der Kürze der Zeit, die wir dort verbringen durften, fanden wir den Besuch sehr spannend. Das Museum ermöglicht seinen Besucher*innen einen Blick in die Welt von morgen. Im Kern geht es dabei immer um die große Frage: „Wie wollen wir leben?“ Von Menschen, über Natur bis zur Technik: jedes Thema war dabei. Zudem wird die Ausstellung ständig an unsere Gegenwart angepasst, weshalb die angesprochenen Themen immer aktuell sind.  

Aktuell war auch der größte Punkt des Programms: die Pressekonferenz mit Ministerin Bettina Stark-Watzinger(FDP), für die wir nach Berlin gereist sind. Schon seit 2017 ist sie Mitglied des Bundestages und seit ungefähr einem Jahr Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Jeden Tag gehen wir zur Schule, fragen uns aber nie, warum die Schule so ist, wie wir sie kennen, warum und von welchem Geld wir jetzt neue Smartboards haben, usw. Genau mit solchen Fragen und Anliegen beschäftigt sich das Ministerium, in dem Stark-Watzinger tätig ist. Alle möglichen Fragen rund um den Themenbereich Bildung beantwortete die Politikerin uns, den Nachwuchsjournalist*innen. Wir erfuhren, dass die neuen Tafeln unseres Gymnasiums größtenteils dem Ministerium zu verdanken sind, denn nur durch dessen Einsatz hat der Staat fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Die Politiker*innen geben, laut Stark-Watzinger, alles, um die Bildung in den jeweiligen Bundesländern zu unterstützen, am Ende der Konferenz stellte sie fest: „Wir versuchen nur, das Sprungbrett für die Schulen zu bauen, springen müssen die jeweiligen Bildungseinrichtungen selbst“. 

Nach dieser spannenden Konferenz hatten wir noch drei Stunden Zeit, um uns Berlin anzuschauen. Anschließend reisten wir dann völlig fertig, aber glücklich über die Erfahrung zurück nach Passau. Wir sind sehr froh, dass das Jugendmedienzentrum uns solch eine tolle und lehrreiche Möglichkeit bietet! 

Anastasiia  

Teilnehmer der Jugendpressekonferenz Copyright: BMBF/Hans-Joachim Rickel


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